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Erdbeben in Panama, 1926–2026

137auf der Karte
9M ≥ 7
7,7max. M
Magnitude
1926
2026
Ebenen
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Tippen Sie auf einen Kreis oder eine Linie auf der Karte, um Details zu sehen

M 6 · 6,5 · 7 · 7,5 (umrandet ab M 7)
M 4,5 · 5,5 (kleinere Ereignisse, ohne Umrandung)
Subduktionszone / Überschiebungsgürtel (Zähne auf der oberen Platte)
Blattverschiebung / Transformzone
Diffuse oder wenig kartierte Zone
Intensitätszonen nach USGS ShakeMap (MMI-Skala: IV, VI, VIII). Sie erscheinen, wenn Sie ein Ereignis auswählen.
Zonen (Modell) — Modellrekonstruktion des USGS (ShakeMap Atlas), keine Messung
Historische Ereignisse vor 1926 (zur Einordnung)

Die Störungslinien sind schematisch nach veröffentlichten Übersichten gezeichnet, ohne genaue Georeferenzierung. Für Bauentscheidungen sind die Karten des Instituto de Geociencias (Universidad de Panamá) und standortspezifische Baugrunduntersuchungen erforderlich.

Alle Ereignisse ab Magnitude 4,5 aus dem USGS-ComCat-Katalog im Gebiet 5,0–10,5° N, 76,5–84° W sowie die wichtigsten aktiven Störungen der Region.

Wichtigste Störungen

Stärkste Ereignisse (M ≥ 7), 1926–2026

DatumMTiefe, kmOrt (USGS)Struktur
09.10.20267,712,612 km WSW of Pitaloza Arriba, PanamaAzuero-Soná-Störungszone (nach Lage und Mechanismus)
18.10.19927,21011 km NNW of Murindó, ColombiaAtrato-Murindó
22.04.19917,61034 km S of Limón, Costa RicaNordpanamaischer Deformationsgürtel (westliche Fortsetzung)
03.04.19837,13712 km N of Golfito, Costa RicaNahe dem Graben / Fila Costeña
11.07.19767312 km SSE of Jaqué, PanamaÜbergangszone, Darién
13.07.19747,31233 km SSW of Boca de Cupé, PanamaÜbergangszone, Darién
26.07.19627,182559 km SSE of Burica, PanamaPanama-Bruchzone
05.12.19417,472070 km WSW of Golfito, Costa RicaMittelamerikanischer Graben
18.07.19347,53044 km ESE of Burica, PanamaPanama-Bruchzone / Graben (Sequenz von Puerto Armuelles)

Die Zuordnung zu einer Struktur ist eine Interpretation anhand der Epizentrumslage und der Fachliteratur, außer wo eine Quelle den Zusammenhang direkt nennt (1934, Limón 1991, 1882). Klicken Sie auf eine Zeile, um das Ereignis auf der Karte anzuzeigen.

USGS-Daten vom 11.10.2026

Quellen und Methode

Katalog. USGS ComCat, FDSN-Webdienst: M ≥ 4,5, 01.01.1926 bis 11.10.2026, 5,0–10,5° N, 76,5–84° W. Insgesamt 1.738 Ereignisse: 137 mit M ≥ 6, 540 mit M 5–5,9 und 1.061 mit M 4,5–4,9. Am 11.10.2026 direkt vom USGS-Server abgerufen und per Prüfsummen verifiziert. Bei Ereignissen unter M 6 sind die Koordinaten auf 0,01° und die Magnitude auf 0,1 gerundet; Ortsnamen wurden nicht übernommen. Jedes Ereignis lässt sich in der USGS-Suche prüfen.

Sequenz 2026. Derselbe USGS-Dienst, 08.10.2026 bis 11.10.2026, M ≥ 4,5: 48 Ereignisse; Hauptbeben us6000u18k (M 7,7, Mww). Herdmechanismus und Bruchmodell aus den USGS-Produkten moment-tensor und finite-fault zu diesem Ereignis: linkslaterale Blattverschiebung, Streichen 288°, Modelllänge 150 km.

Limón- und Pedro-Miguel-Störung. Rockwell et al., 2010, BSSA: pubs.usgs.gov/publication/70036541; Wikipedia: Pedro Miguel Fault.

Panama-Bruchzone, Mittelamerikanischer Graben, Deformationsgürtel. Analyse von Jay Patton zum Ereignis vom 12.05.2019: earthjay.com/?p=8499.

Nordpanamaischer Deformationsgürtel und das Beben von 1882. Wikipedia: 1882 Panama earthquake; Camacho, «Historical seismicity of the north Panama deformed belt»: kerwa.ucr.ac.cr.

Azuero-Soná-Störungszone. Tecnociencia (Univ. de Panamá): revistas.up.ac.pa/…/6649.

Erdbeben vom 10.08.2026 in Kolumbien (M 7,4). Forbes Colombia: forbes.co. Das Epizentrum östlich von San José del Palmar liegt südlich des Kartenausschnitts und ist nicht dargestellt.

Küstenlinien. Natural Earth 1:10m (Paket world-atlas 2.0.2).

Quellen zum Text

Wie Erdbeben Immobilienpreise beeinflussen

Das seismische Risiko gehört zu den wenigen Faktoren, die den Wert einer Immobilie dauerhaft und messbar senken. Das ist keine Prognose, sondern ein Ergebnis von Studien aus Märkten, in denen das Risiko amtlich kartiert ist und sich die Preise über Jahre verfolgen lassen.

  • Neuseeland. Nach den Erdbeben von 2010–2011 wurden die Grundstücke in Christchurch nach dem Risiko der Bodenverflüssigung eingestuft. Häuser in der höchsten Risikokategorie verloren bis zum dritten Jahr 17,7% gegenüber benachbarten Grundstücken, und der Abstand liegt seither stabil bei rund 13%.
  • Kalifornien. Wird ein Grundstück in eine amtliche Zone aktiver Verwerfungen aufgenommen, sinkt sein Wert im Schnitt um 6,6% und die Miete um 3,3%.
  • Tokio. Laut der amtlichen Karte der Erdbebengefährdung ist Boden in den riskantesten Zonen etwa 10% günstiger als in den sichersten.
  • Japan insgesamt. Vor starken Erdbeben preisten Käufer das seismische Risiko kaum ein. Danach wurde der Abschlag in gefährdeten Gebieten deutlich und hat sich mehr als verdoppelt.

Was das für Käufer bedeutet

In all diesen Märkten wiederholen sich drei Muster.

  1. Der Preis reagiert auf sichtbares Risiko. Ein Abschlag entsteht, wenn das Risiko amtlich offengelegt wird oder das Land ein starkes Erdbeben erlebt hat. Frühere Risikokarten von Christchurch, die niemand beachtete, hatten keinen Einfluss auf die Preise.
  2. Das Gebäude zählt mehr als das Land. Innerhalb derselben Stadt verlieren am stärksten Gebäude, die vor den geltenden Erdbebennormen, auf weichem Boden oder nahe einer Verwerfung errichtet wurden. In Istanbul zeigt sich das seit 2023 in den Bankbewertungen.
  3. Gewerbeimmobilien trifft es härter. In Wellington werden Gewerbegebäude, die amtlich als erdbebengefährdet eingestuft sind, im Schnitt 45% günstiger verkauft.

Für Investoren ist eine Erdbebenkarte deshalb keine Geografie, sondern Teil der Objektbewertung. Sie zeigt, wie wahrscheinlich ein Schock ist, der den Preis verändert, und in welchen Landesteilen er wahrscheinlicher ist.

Was vor dem Kauf in einem Erdbebenland zu prüfen ist

  • Das Baujahr und nach welcher Fassung der Erdbebennorm das Gebäude geplant wurde.
  • Die Bodenart und die Entfernung zu aktiven Verwerfungen.
  • Die Erdbebenversicherung: ob sie Pflicht ist und was sie abdeckt.
  • Bei Hochhäusern ein unabhängiges Tragwerksgutachten, nicht nur die Unterlagen des Bauträgers.

Erdbeben in Panama und der Immobilienmarkt

Im Kartenausschnitt gab es zwischen 1926 und 2026 137 Erdbeben der Magnitude 6 und mehr, davon 9 der Magnitude 7 und mehr. Das stärkste hatte M 7,7.

Panama-Stadt liegt nahe den aktiven Verwerfungen Pedro Miguel und Limón. Schätzungen zufolge könnte ihr gemeinsamer Bruch ein Erdbeben von etwa M 7 auslösen.

Seit dem 30. April 2023 gilt die Baunorm REP-2021. Die erste verbindliche Norm wurde 1984 eingeführt, das Baujahr zeigt also direkt, nach welchen Anforderungen ein Gebäude geplant wurde. Studien zum Einfluss des seismischen Risikos auf Wohnungspreise in Panama gibt es nicht; als Orientierung dienen die Muster anderer Märkte.

Fragen und Antworten

Beeinflusst das seismische Risiko den Immobilienpreis?
Ja. Studien aus Japan, Kalifornien, Neuseeland und der Türkei zeigen: Wohnraum in Zonen mit hohem Erdbebenrisiko ist günstiger, und der Abstand wächst nach starken Erdbeben.
Wie viel günstiger ist Wohnraum in Erdbebengebieten?
Je nach Studie zwischen 2 und 18%. Am größten ist der Abstand dort, wo das Risiko amtlich kartiert ist: 13–18% in Christchurch, rund 10% in Tokio und 6,6% in Kalifornien.
Was zählt mehr – die Seismizität des Landes oder das konkrete Gebäude?
Das Gebäude. Innerhalb derselben Stadt verlieren am stärksten Gebäude, die vor den geltenden Normen gebaut wurden, sowie solche auf weichem Boden oder nahe Verwerfungen.
Woher stammen die Kartendaten?
Aus dem Erdbebenkatalog USGS ComCat: alle Ereignisse ab Magnitude 4,5 von 1926 bis 2026, abgerufen am 11.10.2026. Verwerfungen sind schematisch nach veröffentlichten Übersichten eingezeichnet.